Deutscher Glücksspielstaatsvertrag: Sind ausländische Casinos erlaubt?

Es sind bereits einige Monate ins Land gezogen, seit der neue deutsche Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) in Kraft getreten ist. Seit Juni 2021 gelten die neuen Regelungen zum Thema online Glücksspiel, auf die sich die 16 Bundesländer geeinigt haben. Für Deutschland war dies ein wichtiger und schon länger überflüssiger Schritt, da Online Casinos zuvor lediglich in einem der Bundesländer einen geregelten Rahmen erfuhren.

Allerdings gehen die jetzigen Regeln ebenfalls mit Kritikpunkten einher, die Umsetzung hapert und einige Fragen wie die nach den ausländischen Casinos bleiben im Raum stehen. Wir werfen einen Blick auf die aktuelle gesetzliche Lage in Deutschland.

Die Einführung des Glücksspielstaatsvertrages

Die deutsche Regierung war sich der Tatsache bewusst, dass ein Verbot Glücksspiel-Liebhaber nicht davon abhalten würde zu spielen, da diese auf ausländische Casinos zurückgreifen würden. Daher stand außer Frage, dass im Land selber ein geregelter Rahmen her musste. Im Zentrum des neuen Glücksspielvertrages steht der Spielerschutz, was sich in den konkreten Auflagen für die Anbieter sichtbar macht. Online Casinos, die die deutsche Lizenz beantragen, wie es renommierte Anbieter wie das Netbet Deutschland Casino bereits getan haben, müssen sich unter anderem die folgenden Regularien einhalten:

  • Ordentliches Anmeldeverfahren inklusive Verifizierungsprozess: Ein Casino ohne Anmeldung wird es in Deutschland nicht mehr geben. Um spielen zu können, müssen die vollständigen Angaben zur Person gemacht werden und diese müssen durch entsprechende Dokumente verifiziert werden. Dies soll vermeiden, dass sich Minderjährige Zugriff verschaffen können.
  • Aufklärung über die Gefahr von Glücksspiel: Glücksspiel birgt ein Abhängigkeitspotential und genau darüber müssen Online Casinos Ihre Spieler aufklären und entsprechende Hilfsangebote zur Verfügung stellen.
  • Einrichtung von Schutzmaßnahmen: In diesem Zusammenhang muss das Casino außerdem diverse Schutzfunktionen für die Nutzer installieren. Dazu gehört beispielsweise ein Panikknopf, mit dem sich Spieler selber sperren können.
  • Früherkennung von Spielsucht: Des Weiteren sind Online Casinos angehalten, ein Frühwarnsystem einzurichten, das auffälliges Spielverhalten erkennt. Betroffene müssen dann einer zentralen Stelle gemeldet werden und werden für deutsche Online Casinos gesperrt.
  • Beschränkte Spielauswahl: In deutschen Casinos sind Jackpot-Spiele, Live-Dealer-Spiele und einige Tischspiele nicht gestattet, da diese ein höheres Suchtpotenzial birgen sollen.

Wie war es bisher?

Lange Zeit konnten die 16 Bundesländer keinen Konsens über eine einheitliche Regelung bezüglich online Glücksspiel finden. Schleswig-Holstein stellte als einziges Lizenzen für Online Casinos aus, in den restlichen Teilen Deutschlands waren diese streng genommen verboten. Aufgrund der in der EU herrschenden Niederlassungsfreiheit konnten allerdings auch ausländische Casinos, die beispielsweise eine Lizenz der Malta Gaming Authority innehalten, ihre Plattform deutschen Spielern zur Verfügung stellen. Es herrschte eine Grauzone, in der weder die Spieler noch die Anbieter geahndet wurden.

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Ausländische Casinos in Deutschland

In der EU ansässige Online Casinos haben jetzt die Möglichkeit, eine Lizenz in Deutschland zu beantragen, um damit Ihr Angebot offiziell deutschen Spielern anbieten zu können. Dafür müssen sie die oben genannten Regeln befolgen. Viele seriöse Online Casinos tun dies, indem Sie eine eigene abgeänderte Spieleplattform einrichten, die den deutschen Regeln entspricht.

Nicht alle Online Casinos haben jedoch die Absicht, die deutsche Lizenz zu erwerben und bietet ihr Angebot dennoch weiterhin für deutsche Spieler an. Genau hier entsteht das Problem, da die genannte Dienstleistungsfreiheit in der EU es schwierig macht, ausländische Casinos auszuschließen. Es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen Deutschland ergreifen wird, um die neuen Gesetze, die mit online Glücksspiel verbunden sind, durchzusetzen.

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