Aktuelles Steuerrecht: Einfluss von Corona auf die Abgaben an den Fiskus

Die Corona-Pandemie beeinflusst unser Leben in zahlreichen Bereichen. Das soziale Miteinander ist ebenso betroffen wie unsere Freizeitgestaltung und auch die Steuern. Dies gilt sowohl für Privatleute als auch für Unternehmen. Zum Jahreswechsel 2020/21 gab es eine große Anzahl an Steueränderungen, die für die anstehenden Einkommens-, Umsatzsteuererklärungen und Co. interessant sind. Nachstehend halten wir einen Überblick über die wichtigsten Punkte bereit.

Im Dschungel der Gesetze – Steuerberater können weiterhelfen

Grundsätzlich ist die Einschaltung eines Steuerberaters für sämtliche Erklärungen, die das Finanzamt jährlich erwartet, empfehlenswert. Er kennt die Feinheiten des Steuerrechts und hält sich auch bezüglich wichtiger Änderungen stets auf dem Laufenden. Experten können mögliche Nachzahlungen verringern oder Rückerstattungen erhöhen. Die HAF Ackermann PartG mbH bietet professionelle Steuerberatung in Aschaffenburg sowohl für Unternehmen jeder Größe als auch Privatpersonen an. Hier finden deutsche und internationale Klienten versierte Beratung in allen Bereichen des Steuerrechts.

Bedeutende Steueränderungen für 2021 lassen sich beispielsweise aus folgenden Gesetzen entnehmen:

  • Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge und Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen (§ 33 EStG)
  • steuerliche Entlastung von Familien sowie Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen (§ 6 BKGG, § 32 EStG)
  • Umsetzung steuerlicher Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise (§§ 12, 21 und 28 UStG, §§ 10 sowie 111 EStG)
  • Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften (§§ 22 und 25 UStG)

Steuerliche Absetzbarkeit vom Homeoffice

Im Zuge der Ausbreitung von Covid-19 fand die Überarbeitung der Voraussetzungen für den steuerlichen Ansatz eines Arbeitszimmers statt. Wer aufgrund der Pandemie seinen Arbeitsplatz vom Büro nach Hause verlegt, kann fünf Euro/Arbeitstag pauschal absetzen. 600 Euro ist als maximaler jährlicher Höchstbetrag festgelegt. Früher gab es seitens des Finanzamtes strenge Voraussetzungen für die Anerkennung eines Arbeitszimmers, das zum Beispiel ein abgetrennter Raum sein musste. Heute reicht ein Platz für die Berufstätigkeit innerhalb der eigenen vier Wände aus.

Versteuerung von Kurzarbeitergeld

Ein Teil der Arbeiternehmer unterliegt nicht der Pflicht, eine Steuererklärung abzugeben. Dies gilt unter anderem für Ledige, deren Arbeitgeber die monatliche Lohnsteuer bereits einbehält. Einige Menschen müssen sich jedoch nunmehr umstellen: Arbeitnehmer, die im Jahr 2020 Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz oder Kurzarbeitergeld bezogen haben, sind zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet. Voraussetzung ist, dass die bezogenen Ersatzleistungen den Betrag von 410 Euro übersteigen.

Kinderbonus: Steuerfreiheit und Anrechnung auf Kinderfreibetrag

Im Jahr 2020 bekamen junge Eltern einen Kinderbonus von 300 Euro ausbezahlt. Er zählt grundsätzlich nicht zum steuerpflichtigen Einkommen. Allerdings ist die Angabe in der Steuererklärung ein Muss, denn dieser Bonus wird auf den Kinderfreibetrag angerechnet. Eltern, die zu den Besserverdienenden gehören, müssen damit rechnen, dass ein Teil des Kinderbonus verloren geht. Genauere Aussagen über die zugrundeliegenden Einkommensgrenzen sind nicht möglich: Gemäß Aussage des Finanzministeriums wird jeder einzelne Fall individuell geprüft.