Neuer Bußgeldkatalog – Hilfe durch Experten kann notwendig sein

Autofahrern kann ein böses Erwachen drohen, wenn sie die Straßenverkehrsordnung missachten. Denn seit November gilt der neue Bußgeldkatalog und der kann Autofahren zu einer sehr kostspieligen Angelegenheit werden lassen. Oder eher zu einer noch teureren Angelegenheit, denn Autofahrer sehen sich aktuell ja ohnehin durch die hohen Preise an den Tankstellen gezwungen, ihre Brieftaschen weiter zu öffnen.

Manchmal muss bei Strafen in den sauren Apfel gebissen werden. Wer ein Schild übersieht oder kurz wirklich nicht auf die Geschwindigkeit geschaut hat, der wird seine Strafe zahlen müssen. Doch immer wieder geraten Autofahrer auch in Situationen, in denen sie kein Verständnis für die Strafe haben. Dann sollte Rechtsbeistand eingeholt werden. Kanzleien wie Fenderl & Dietrich – Ihr Rechtsanwalt in Aschaffenburg – können zur Seite stehen.

Der neue Bußgeldkatalog: So sieht er aus

Die Änderungen im Bußgeldkatalog sind seit Jahren auf dem Prüfstand. Viel wurde diskutiert über Fahrverbotsgrenzen und mögliche Erhöhungen. Endlich kam es nun zu einer gesetzlich einwandfreien Einigung. Viele Menschen befürworten Teile der Änderungen – zum Beispiel härtere Strafen für Gaffer und Menschen, die keine Rettungsgasse bilden.

Nicht bei allen kommt gut an, wie teuer zu schnelles Fahren nun wird. Die Verwarngelder wurden teilweise verdoppelt. Wer innerorts zwischen 16 und 20 km/h zu schnell fährt, muss nun 70 Euro zahlen. Außerhalb geschlossener Ortschaften sind es in diesem Bereich immerhin noch 60 Euro.

Für das Parken in Halte- und Parkverbotszonen werden nun 25 statt 15 Euro fällig. Feuerwehrzufahrten zu versperren, wird mit 100 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet. Auch das Parken auf Parkplätzen, die speziell für das Carsharing oder für E-Autos gedacht sind, wird nun mit 55 Euro Bußgeld belegt. Der ADAC hat eine praktische Übersicht über die Änderungen im Bußgeldkatalog.

Typische Verfahrensfehler: Darauf sollte geachtet werden

Unabhängig von erhöhten Strafen, muss aber auch erwähnt werden, dass Fehler im Bußgeldverfahren keine neue Sache sind. Die gab es schon immer und schon immer gab es viele Menschen, die überhaupt nicht wissen, wie sie solche Fehler erkennen und wie sie gegen sie vorgehen können.

Verfahrensfehler bei Bußgeld-Fragen sind fast immer auf Formfehler zurückzuführen. Das bedeutet, dass die Angaben zum Vorfall nicht eindeutig genug sind, um zu 100 Prozent das Vergehen zu beweisen. Sobald der Bußgeldbescheid ins Haus flattert, sollte er daher gründlich geprüft werden.

Angaben, die unbedingt stimmen müssen:

  • Name
  • Kfz-Kennzeichen
  • Anschrift
  • Ort und Datum des Vergehens

Ist eine dieser Angaben fehlerhaft, sollte schnell Einspruch eingelegt werden (die Frist für den Widerspruch sollte ebenfalls auf dem Bescheid angegeben sein). Es gibt noch weitere potentielle Formfehler, die aber nicht zwangsläufig dazu führen, dass man einer Strafe entgehen kann. Das sind zum Beispiel Zahlendreher oder ein mangelhaftes Blitzerfoto.

Hilfe annehmen: Deshalb sollte ein Anwalt beauftragt werden

Wer sich nicht sicher ist, ob ein Bußgeldbescheid korrekt ist, der sollte sich Hilfe von einem Rechtsanwalt für Verkehrsrecht einholen. Das wird natürlich ganz besonders dann notwendig, wenn es sich nicht um eine kleine Ungereimtheit handelt, sondern um einen schwerwiegenden Fehler.

War man zum Beispiel zur angeblichen Tatzeit überhaupt nicht mit dem Auto unterwegs, dann fällt man meist aus allen Wolken, wenn man plötzlich zahlen soll oder gar ein Fahrverbot droht. Auch Zweifel an der vorgeschriebenen Geschwindigkeit gibt es immer wieder – einige Urteile haben bereits entschieden, dass fehlerhaft eingestellte Blitzer sämtliche Bußgelder für einen bestimmten Zeitraum ungültig gemacht haben. Da man sich auf diesem Gebiet meist nicht gut auskennt, ist die Expertenberatung wichtig. Für eine kleinere Strafe mag sich das nicht lohnen, doch sobald Punkte in Flensburg oder auch Fahrverbote im Raum stehen, sollte man von seinen Rechten Gebrauch machen und sich gegebenenfalls wehren.