Rechtliche Pflichten für Webseiten

Wohl jedes Unternehmen, das mit der Zeit geht, verfügt über eine eigene Webseite. Während es oftmals so einfach aussieht, eine Webseite zu gestalten, gehört in Wahrheit viel mehr dazu. Ein Aspekt ist die rechtliche Lage. Welche rechtlichen Pflichten Webseitenbetreiber in Bezug auf ihre Webseite haben, zeigt dieser Artikel.

Welche Angaben muss eine Webseite beinhalten?

Bei privat betriebenen Webseiten trifft dies nicht zu, doch wer seine Webseite geschäftsmäßig betreibt, muss ein Impressum auf der Seite veröffentlichen. Da es sich bei einer Webseite um einen sogenannten Teledienst handelt, muss das Impressum gewisse Inhalte aufweisen. Dazu gehören zum Beispiel Name und Anschrift des Anbieters und eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und unmittelbaren Kommunikation.

Darüber hinaus muss eine Webseite über eine Datenschutzerklärung verfügen. Webseitenbetreiber dürfen personenbezogene Daten der User nur erheben und verwenden, wenn dies aufgrund einer Rechtsgrundlage erfolgt. Da die meisten Webseiten Daten erheben, was beispielsweise durch die Setzung von Cookies erfolgt, müssen User ausführlich informiert werden. 

Auch Informationspflichten zur Streitschlichtung sind ein Muss für jede geschäftlich betriebene Webseite, auf der User Produkte oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen können. Seit 2016 müssen Webseitenbetreiber auf eine bestimmte Online-Streitbeilegungsplattform, welche EU-weite Gültigkeit besitzt, hinweisen und einen Link auf die entsprechende Seite setzen.

Greift bei einem Kauf über die Webseite das Fernabsatzgesetz, muss ebenso eine Widerrufsbelehrung vorhanden sein sowie allgemeine Informationen über eine mögliche Rückgabe.

Wer nicht das technische Know-how aufweist oder sich unsicher bei der Umsetzung fühlt, sollte in jedem Fall einen Spezialisten zurate ziehen. Eine Online Marketing Agentur hilft dabei, die Online-Präsenz auszubauen.

Rechte und Pflichten in puncto Werbung

Auch bezüglich Werbung gibt es einige Recht und Pflichten, die es zu beachten gilt. Es geht bei der sogenannten „kommerziellen Kommunikation“ um allgemeine Regelungen des UWGs. Diese besagen zum Beispiel, dass Werbung als solche erkennbar sein muss und dass man jede Person, in deren Auftrag Werbung gemacht wird, klar identifiziert können muss. Auch was Preisnachlässe und Werbegeschenke angeht, gibt es Regelungen: Die Bedingungen müssen klar deutlich und die Informationen darüber leicht zugänglich sein. Dasselbe gilt für Gewinnspiele und Preisausschreiben. Hier müssen die Teilnahmebedingungen klar und unzweideutig formuliert für jeden User einfach erkennbar sein.